Rede der DKP Trier auf dem Straßenfest des Maibündnisses 2019

wir dokumentieren die Rede der DKP Trier auf dem Straßenfest des Maibündnisses am 30.04.2019:

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Freundinnen und Freunde,

Ich halte die Rede der Kommunistischen Partei, der DKP Trier.

Überall im Land hängen an den Laternenmasten wieder Wahlplakate. Alle 4Jahre sind die Menschen aufgerufen für diese oder jene Partei ihr Kreuzchenauf einem Wahlzettel zu machen um in den Folgejahren können sie dann sehen, was ihre Wahlpartei aus dem Kreuzchen macht – oder eben nicht. Alle 5 Jahre werden sogar die Menschen in der ganzen Europäischen Union dazu aufgerufen das EU-Parlament zu wählen. Auf den Plakaten der „großen Parteien“ siehtman Slogans wie „#europaistdieantwort“ oder „Europa ist die beste Idee, die Europa je hatte“. Neben den hirnverdrehenden Satzstellungen ist eine Zielstellung von CDU, FDP, SPD und Grünen in der Außenwerbung stets gewiss – die stetige Vermengung der Worte Europa und EU, als sei es ein und dasselbe. Außerdem das große Verlangen der Parteien, doch die „besseren
Europäer“ zu sein. Aber die EU und Europa sind nicht dasselbe.

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Die EU steht für Flucht

Die Kriegspolitik von NATO und EU, die Wirtschafts- und sogenannte Freihandelspolitik der EU und die Zerstörung der Umwelt durch den Raubbau an Ressourcen sind Fluchtursachen. Die EU zerstört Lebensbedingungen in Afrika und dem Nahen Osten, aber auch in der eigenen Peripherie. Mit schmutzigen Deals und sogenannten Rücknahmeabkommen, Auffanglagern und der militärischen Grenzschutzagentur Frontex schottet sie sich vor dem selbst verursachten Elend ab. Tausende Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer. Sie sind in der EU nicht „verwertbar“. Die DKP sagt: Fluchtverursacher bekämpfen, nicht Geflüchtete! Frontex abschaffen!

Die EU steht für Armut!

Mit den Hartz-Gesetzen wurde das reiche Deutschland zum Niedriglohnland gemacht. Dadurch können EU und Euro genutzt werden, um schwächere EU-Staaten hemmungslos auszuplündern. Den hochverschuldeten Ländern wurde unter Einschränkung ihrer nationalen Souveränität – insbesondere auf deutschen Druck – ein rigider Spar- und Verarmungskurs aufgezwungen. Massenhafter Stellenabbau im öffentlichen Dienst, rigorose Kürzung von Renten, Löhnen und Sozialleistungen und die Privatisierung staatlicher Betriebe führten zu einer gigantischen Entlassungs- und Armutswelle. Gewinner sind die Kapitalisten, die Banken und Konzerne in den betroffenen Ländern, aber vor allem in den starken Ökonomien Deutschland und Frankreich. Die DKP sagt: Schuldenschnitt statt Schuldenbremse! Die Banken und Konzerne müssen zahlen!

Die EU ist nicht reformierbar!

Die EU war – darüber können auch verbale Trostpflaster wie die EU-Sozialcharta nicht hinwegtäuschen – zu keiner Zeit ein Projekt des Friedens und des sozialen Zusammenhalts. Die „Europäische Einigung“ war von Beginn an ein zutiefst reaktionäres Projekt als Bollwerk gegen den Sozialismus. Im Gegensatz auch zu manchem Politiker der Partei „Die Linke“ halten die KommunistInnen die EU nicht für reformierbar. Sie muss überwunden werden. Ein Schritt dahin wäre der Austritt aus der EU. Dass das kein Hirngespinst ist, zeigt die Volksabstimmung in Großbritannien, auch wenn der Wille der Bevölkerung mit dem Brexit-Deal Theresa Mays zunächst ad absurdum geführt werden soll. Nicht nur in Großbritannien gibt es eine starke Bewegung gegen die Macht der Banken und Konzerne. Wir erleben Massenproteste zum Beispiel in Griechenland und die Formierung neuer Bewegungen unter anderem in Frankreich und Spanien. Wir sind solidarisch mit gewerkschaftlichen und sozialen Kämpfen in Europa und insbesondere mit dem Kampf der Kommunistischen Parteien in Europa. Die DKP steht für Solidarität und Internationalismus, für die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg!

Demo & Straßenfest zum Vorabend des 1. Mai

Zum Vorabend des 1. Mai laden wir euch wieder zur Demonstration & zum Straßenfest ein.


30. April:
16.30 Uhr | Demonstration | Porta Nigra
17.30 Uhr | Straßenfest | Orli-Torgau-Platz (Hornstraße, Trier West)


Musik:

Rote Concordia
Berüchtigter Arbeiter_innenchor aus Saarbrücken


Aufruf:

Reinfeiern in den 1.Mai – Einladung zu Demo und Straßenfest

Die Beschäftigtenzahlen erreichen Rekordwerte, die deutsche Exportwalze rollt und rollt, der Mindestlohn bahnt sich fleißig seinen Weg nach oben – können wir uns da am 1. Mai nicht alle zurücklehnen und die Wirtschaft vor sich hinbrummen lassen? Mal auf der Couch entspannen und stolz darauf sein, dass wir die Nummer 1 sind in Europa, ach was in der ganzen Welt?
In Frankreich, ja, da brennt die Hütte, da hat es die Regierung zu weit getrieben mit ihren Sparmaßnahmen, aber hier?
Hier läuft‘s.
Oder etwa nicht?

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Die EU steht für Krieg!

Die EU ist auf das Engste mit dem Kriegsbündnis NATO verbunden. Die Kriegsgefahr geht heute von der Aggression der NATO und der EU gegen die Russische Föderation und die VR China aus. Die EU hat mit ihrer Politik, die Ukraine per Assoziierungsabkommen in den westlichen Einflussbereich zu bringen, erheblich zu dieser Zuspitzung beigetragen und ist gemeinsam mit den US-Regierungen verantwortlich für den rechten Putsch und den Krieg in der Ukraine. Mit dem Militärbündnis PESCO wird innerhalb der EU die Aufrüstung vorangetrieben. Die wichtigsten Rüstungsbetriebe Frankreichs und Deutschlands entwickeln gemeinsam völlig neuartige Tötungssysteme, dies wird Kosten von mehreren hundert Milliarden Euro verursachen. Die USA drohen mit der Produktion von neuen atomaren Mittelstreckenraketen. Deutsche Militärstrategen diskutieren darüber, „nukleare Abschreckung“ in Europa selbst zu organisieren. Europa als Kriegsschauplatz mit atomaren Waffen – diese Gefahr für die Menschen in Europa ist heute real. Die DKP sagt: Deutschland raus aus der NATO! US-Atomwaffen raus aus Deutschland! PESCO abschaffen! Kein Krieg gegen Russland!

Revolutionsfilm: Simón Bolívar

Im Rahmen unserer Reihe „Revolutionsfilme“ widmen die SDAJ Trier und die DKP Trier sich diesmal dem Kampf um die Befreiung Südamerikas vom Joch der spanischen Kolonialherrschaft.

Nachdem die Ureinwohner des Kontinents zunächst mit barbarischer Gewalt und eingeschleppten Krankheiten von den spanischen Eroberern fast vollständig ausgerottet wurden, war der Kontinent über Jahrhunderte Rohstoff- und Edelmetalllieferant für das spanische und portugiesische feudalregime. Sklaverei, kulturelle Unterdrückung und Krieg prägten diese Zeit.

In der Phase nach der französischen Revolution in Europa und der auf dem amerikanischen Nachbarkontinent verschärften sich auch die Konflikte in Südamerika. Einer der Protagonisten des langwierigen Befreiungskampfes wurde Simón Bolívar, der heute in weiten Teilen Lateinamerikas als volksheld verehrt wird.

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Venezuela zu Kriegszeiten – Filmvorführung

Im Rahmen der derzeitigen politischen Situation in Venezuela laden wir, die SDAJ Trier und die DKP Trier, recht herzlich in den Komplex – Infoladen Trier zur Filmvorführung von „Venezuela zu Kriegszeiten“.

Es handelt sich dabei um eine aktuelle Dokumentation, die die Verhältnisse in Venezuela derzeit widerspiegeln soll. Die Dokumentation ist in französischer Sprache mit deutschen Untertiteln. Wir danken recht herzlich dem Autorenteam (Thomas Michel und
Rafael Abril produziert von ZIN TV ASBL), dass wir diesen Film in Trier zeigen dürfen.

Los geht’s am 15.3.2019 um 19Uhr im Kompləx – Infoladen Trier, Hornstraße 7 in Trier-West. Der Eintritt ist frei.