Bündnis Pflege.Auf.Stand in Mainz

Das Bündnis Pflege.Auf.Stand. besteht aus Beschäftigten in der Krankenpflege aus 55 rheinland-pfälzischen Kliniken sowie Altenpflegeeinrichtungen zahlreichen unterstützenden Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben über die fortwehrend schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege zu informieren und gemeinsam mit gezielten Forderungen an die Politik Verbesserungen zu erkämpfen. So wurden 4 zentrale Forderungen erarbeitet, die durch öffentlichen Druck auf die Landesregierung dringend umgesetzt werden müssen, um das Fortbestehen einer qualitativen Pflege mit menschenwürdigen Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen zu sichern.

Die 4 Forderungen im Wortlaut:
Wir fordern mehr Personal und verbindliche Personalvorgaben für alle Bereiche der professionellen Pflege.
Wir verlangen, dass keine Pflegefachperson mehr alleine im Dienst ist!

Wir erwarten eine tarifliche Bezahlung für alle und deutlich mehr Gehalt.
Wir benötigen eine bedarfsgerechte Finanzierung. Das DRG-System für die Krankenhäuser ist abzuschaffen. Für die Altenpflege wollen wir eine solidarische Pflegegarantie.

Am 08.03. fand eine, leider unter Pandemie-Bedingungen reduzierte, aber kraftvolle Demonstration stellvertretend für alle 43.000 Pflegekräfte im Bundesland statt, bei deren Abschlusskundgebung den regierenden Parteien im Landtag o.g. Forderungen überreicht wurden. Die Überreichung erfolgte unter Ankündigung, die Aktionen des stetig wachsenden Bündnisses nach und nach auszuweiten, bis ernsthaft auf die Forderungen eingegangen werde. Für September ist bereits ein große, zentrale Pflegeaufstand-Demonstration in Mainz geplant zu der, sofern die Pandemie es bis dahin zulässt, alle Pflegekräfte, Beschäftige der Krankenhäuser und Pflegeheime und alle unterstützenden Organisationen aufgerufen werden den Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Als DKP und SDAJ sind wir Bündnispartner*innen und beteiligten uns an der trotz reduzierten Personenzahl beeindruckenden Demonstration durch die Mainzer Innenstadt.

Wir stehen uneingeschränkt hinter den Forderungen des Bündnisses und sehen es als unsere Verpflichtung den Aufstand der Pflegekräfte solidarisch zu unterstützen, denn das Problem liegt in den Ökonomisierungszwängen im Gesundheitssystem und dem Verkauf der Gesundheit als Ware. Das Problem heißt Kapitalismus.